07.11.2017

Heimspiel beim E-Commerce-Tag Regensburg: „Die Digitalisierung kann man nicht bremsen – man muss mitspielen!“

Die Continental Arena war diesmal nicht Schauplatz eines Fußballspiels, sondern zahlreiche E-Commerce-Experten trafen sich beim E-Commerce-Tag Regensburg. ibi research bot auch in diesem Jahr zusammen mit den E-Commerce-Leitfaden-Partnern wieder eine Plattform, auf der sich intensiv zum Thema Digitalisierung, Online-Handel und Marktplätze ausgetauscht wurde. Dazu wurde in der Arena gebündeltes Expertenwissen zusammengetragen und mit den teilnehmenden Online-Händlern, Herstellern sowie Dienstleistern diskutiert. Erstmals wurden am Nachmittag ausgewählte Themen in Workshops vertieft behandelt.

In der einzigartigen sportlichen Atmosphäre der Continental Arena versammelten sich über 200 Teilnehmer, um die neuesten Trends, die die Digitalisierung im Handel mit sich bringt, zu erörtern.

Dr. Ernst Stahl von ibi research eröffnete den E-Commerce-Tag Regensburg mit einem kurzen Ausblick auf den Handel, wie er in fünf Jahren aussehen könnte. Sein Kollege Dr. Georg Wittmann gab einen Einblick in die „Hexenküche“ der Regensburger E-Commerce-Forscher und präsentierte ausgewählte Forschungsergebnisse. Dabei wurde deutlich, dass die zunehmende Digitalisierung den Handel nicht nur regional, sondern auch global massiv verändern wird. Klar ist aber auch, dass es für den Handel kein „Patentrezept“ gibt, wie man mit der Digitalisierung umgeht.

Nachdem Carmen Listl von ibi research anhand einer aktuellen Studie zeigte, wie sich das Einkaufsverhalten im E-Commerce entwickelt hat und welche zunehmende Relevanz Amazon in diesem Zusammenhang gewinnt, berichtete Dr. Stefan Uebelacker vom Oberpfälzer Online-Händler ATP-Autoteile, wie man ein Unternehmen vom Garagenhändler zum internationalen E-Commerce-Player entwickeln kann. Dabei betonte er insbesondere die beiden Erfolgsfaktoren Kundenzentrierung und Schnelligkeit.

Anschließend wurden in zwei parallelen Fachkonferenzen ausgewählte Themen vertieft. Neben regionalen Händlern wie Johannes Grimm von der derhobbykoch.de waren auch international agierende Unternehmen wie mymuesli, idealo oder BSH unter den referierenden Unternehmen. Die Themenpalette reichte vom Aufbau eines B2B-Shops über Payment im internationalen Kontext bis zu lokalen Marktplätzen und den großen Online-Plattformen. Auch das Thema Cybercrime wurde adressiert, ebenso die Gewinnung von Neukunden über soziale Medien.

Erstmalig im Rahmen des E-Commerce-Tags wurden dann nach der Mittagspause fünf 90-minütige Workshops durchgeführt. „Das Workshop-Konzept ist sehr gut angenommen worden. Die Teilnehmer hatten sichtlich viel Spaß dabei, sich mit einem Thema intensiver auseinanderzusetzen“, so Dr. Georg Wittmann, der für die Organisation des E-Commerce-Tages mitverantwortlich war.

Im Anschluss an die Workshops begann die „vierte Halbzeit“ für die Teilnehmer. Mit Julian Scheuchenzuber hatte der E-Commerce-Tag einen Online-Händler zu Gast, der über die Schließung des elterlichen Textilgeschäftes und den anschließenden Verkauf über Amazon berichtete und den Marktplatz als sein „Rettungsboot“ bezeichnete.

Wie Multikanal-Handel heute schon aussehen kann und worauf man dabei achten muss, zeigte dann Vanessa Platz, E-Commerce-Leiterin von Marc O`Polo. Dabei wurde schnell deutlich, dass der Kunde im Fokus stehen muss. Auch ein großer Player wie Marc O`Polo hat so seine Hürden zu überwinden, wenn es um das Thema Digitalisierung geht.

In der abschließenden Podiumsdiskussion zum Thema „E-Commerce-Trends 2025“ zeigte sich, dass die zukünftigen Herausforderungen im Online-Handel nicht weniger werden. Bei diesem Diskussionsformat konnten alle Teilnehmer schon im Vorhinein ihre eigene Meinung zu ausgewählten Fragen kundtun. Die Ergebnisse dieser Teilnehmerbefragung wurden dann auf dem Podium mit erfahrenen Online-Händlern und Experten diskutiert. Einig war man sich darin, dass – getrieben durch die Digitalisierung – die Dynamik im Handel auch in den kommenden Jahren weiter anhalten wird und man die Unternehmensstrategie daran anpassen muss.

Am Ende des Tages konnte die Teilnehmer viel neues Wissen mitnehmen und gaben in den Feedbackbögen schon zu erkennen, dass sie gerne an einem Wiederholungsspiel 2018 teilnehmen werden.